Zur Zeit nenne ich ein Teleskop der Firma MEADE mein Eigen ( Typ ETX-125 ) über einen Adapter ist eine Nikon DSLR ( D3200 ) gekoppelt . Dieses Gespann ergibt zusammen eine Brennweite von ca. 2300 mm / 4600 mm mit 2´er Barlow
Und los geht es , anschnallen und genießen . Einige Bilder kann man aufploppen lassen indem man sie anklickt . Das erste Bild wurde am 08.09.2014 gegen Mitternacht gemacht . Der Mond wurde aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt . Das komplette Bild ist ca. 6000x6000 Pixel und 12 MB groß .
In dieser Nacht war der Himmel nicht optimal aber halbwegs brauchbar um sich zumindest etwas zu orientieren . Kamera auf´s Stativ , Blende auf maximal offen , also 3,6 bei 18mm und gib ihm mit 243 sek. Belichtung also etwas mehr als vier Minuten deswegen auch die Sternenspur . Zu sehn sind das Sternbild der Kasiopeia und der Polarstern welcher den ungefähren Himmelsnordpol darstellt und in den vergangenen Jahrtausenden als Orientierungshilfe diente . Bei dieser Aufnahme ist auch gut zu beobachten wie sich der Polarstern scheinbar um die eigene Achse dreht , also scheinbar am Himmel fest steht und je weiter man von ihm weg geht ( in die rechte , obere Ecke ) um so größer werden die Spuren da sich die Sterne im gleichen Zeitraum durch die Erdrotation scheinbar weiter und schneller bewegen .
Photographen behaupten immer das auf diese Entfernung keine Tiefenschärfe wahrnehmbar ist . Im Prinzip geb ich ihnen Recht , ABER .... Was wenn es doch eine Möglichkeit gibt ? Was wenn man ein “ optisches Wurmloch “ schaffen kann ? Hört sich übergeschnappt an ? Hm , folgende Beispiele zeigen das es geht . Der Mond sieht für uns wie eine Scheibe aus aber die knappen 3500 km die er im Durchmesser hat , heißen das die Mondmitte in etwa 1750 km näher an uns ist als die Mondränder . Wenn man also ein ganzes Bild detailreich aufnehmen möchte wird es schwierig werden wenn man nicht mit dem " stacken " arbeitet . DIese Bilder veranschaulichen es gut wie man ein Bild mit durchgehender Tiefenschärfe hinbekommt . Man arbeitet sich wie ein MRT scheibchenweise von vorn nach hinten . Bei ersten Bild legt man den Fokus auf das was einem am nähesten ist , beim nächsten Bild setzt man den Fokus eine Idee weiter hinten . Wieviele Aufnahmen man machen muss ist vom zu photografierenden Objekt abhängig . Ich hab jetzt der einfachhalber nur zwei Bilder gemacht . Bild 1 mit Fokus im Vordergrund und Bild 2 mit dem Fokus im Hintergrund . Jetzt installiert man sich das Programm CombineZM und lässt in diesem Fall aus beiden Bildern das schärfste zusammenrechnen . Wie ich das so hinbekomme sag ich Dir unter vier Augen
Fokus liegt im Vordergrund
Fokus liegt im Hintergrund
Gestacktes Bild mit       durchgehender               Tiefenschärfe
Wer meint das Astronomie viel Geld kostet , das waren meine Anfänge . Ein Spektiv 20-60x60 vom LIDL für knappe  30 € , eine Universalhalterung von SEBEN    und eine kleine Kompakt Digi-Cam .            Und der Mond gehörte mir ;-)
Am besten auf YouTube gehen ( oben rechts anklicken ) und Video im Vollbildmodus ansehn ;-)
Der Stern unten ist ein Link . Maus darüber , Rechtsklick und in neuem Tab öffnen . Dann hast Du            die volle Auflösung
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Die ISS über Steinfeld
Quelle : iss.de.astroviewer.net
Jupiter mit den vier galileischen Monden . Man kann die Größenverhältnisse der Monde untereinander erkennen . Ganymed ist der größte Jupitermond gefolgt von Kallisto , Io und Europa . Kallisto ist schwer zu erkennen da er lediglich 20 % des Sonnenlichtes reflektiert . Durch anklicken vergrößert sich das Bild .
Das Sternbild des Orion findet man leicht am nächtlichen Himmel . Der berühmte Teil , der Orionnebel ( M 42 ) ist als defuser Nebelin der Mitte eines  winzigen Striches unterhalb des Oriongürtels zu sehen .
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/72/Sternbild_Orion.jpg
1,5 Lichtjahre sind " schlappe " 14.191.200.000.000 km oder anders gesagt 14 Billionen 191 Milliarden 200 Millionen km . Von uns ist diese Formation ca. 1350 Lichtjahre Plusminus 23 Lichtjahre entfernt , also ein Katzensprung . Das phänomenale ist , als sich die Lichtphotonen auf den Weg zu uns machten war es das Jahr 665 n. Chr. . Wir blicken zurück in die Vergangenheit .
Anklicken zum vergrößern 140.000 km 24.000 km oder  2 Erden neben einander
An gewissen Stellen brechen die manetischen Wellen durch die Sonnenoberfläche , verdrehen sich weiter und tauchen wieder ab . Entweder an derselben Stelle oder etwas weiter was dann sogar bipolar ist . Diese schwarzen Flecke sind eigentlich nicht schwarz sondern gleisend hell aber durch die Art der Aufnahme erscheinen sie im Vergleich zum Rest schwarz weil sie kühler sind . Und kühler sind sie weil sie die Konvektion verhindern bzw stören . Das heißt , normalerweise steigt heißes Material das sehr viel elektromagnetische Energie in sich trägt nach oben und sinkt nachdem die Energie abgegeben wurde wieder ab . Ähnlich einer Lavalampe , oder der Gasbildung bei kochendem Wasser . Durch die Störung im Magnetfeld wird diese Umwälzung gestört , es wird kein heißes Material nach oben durchgelassen und somit ist ein Fleck auch kühler ( dunkler ) als seine Umgebung . Der schwarze Bereich ist zu dem ihm umgebendem Hof ( ich verzichte hier absichtlich auf die Fachbezeichnungen ) scharf eingegrenzt . Das kommt daher da dieser Bereich tiefer liegt , es findet ja keine Umwälzung statt , es drückt kein Material von innen nach außen . Musst Dir wie einen Suppenteller vorstellen . Die Suppe ist der schwarze Bereich und der höher liegende Tellerrand ist unförmig weil er in die Sonnenoberfläche hineinverläuft ( Wilson-Effekt ) . Auf dem Bild sieht um den linken Fleck ein Netzwerk von weißen Linien , das sind sogenannte Sonnenfackeln die wiederum heißer als die Umgebung sind . Mit meinem kleinen Teleskop sieht man sie am Rand besser als in der Sonnenmitte was auch wieder ein Effekt der Photospähre ist . Die Sonne erscheint am Rand auch etwas dunkler weil die Energie die aus dem Inneren in dieser Schicht zum sichtbaren Licht wird , am Rand nicht auf uns sondern zur Seite strahlt und dewegen auch kühler , dunkler ist . Auf dem schwarz/weiß Bild siehst Du rechts zwei große Flecken . Auf dem oberen der beiden siehst Du eine helle Einkerbung ins Schwarze und auf dem unteren ist der Fleck deutlich durch eine helle Linie durchtrennt . Das sind Lichtbrücken eines bi-polaren Flecks . Auf Aufnahmen großer Teleskope mit besonderen Filtern und besonders gut sieht man es von der Seite sind das Plasmaströme die hochgerissen werden und in einem Bogen wieder absinken . Diese Flecke haben sogar zwei magnetische Pole , es ist quasi eine Superverwirbelung des eh schon gestörten Magnetfeldes . Nicht zu verwechseln mit dem was man aus dem Fernsehen so kennt und was für die Störung von Sateliten und Funkverkehr verantwortlich ist , der koronare Massenauswurf . Der Abstand der beiden rechten Flecke zueinander beträgt ca. 140.000 km . Zwischen den beiden Flecken siehst Du den offenen Ring kleinerer Flecken ( Poren ) in diesen Ring passt die Erde zweimal nebeneinander rein .
Die Sonne ist ein riesiger Dynamo . Das zu erklären bedarf es ner wissenschaftlichen Arbeit , aber diese Flecken sind Erscheinungen , Verwirbelungen des solaren Magnetfeldes welche durch die Rotation der Sonne ( Dynamoeffekt ) entstehen . Am Äquator dreht sich die Sonne schneller als an den Polen und somit wird das Magnetfeld verzerrt .
Da von mir aus die Sonne unten rechts stand hatte ich nicht nur einen Halbmond sondern auch eine Halbvenus . Mit bloßem Auge war sie nur ein Stern wie viele andere , doch geht man etwas näher heran , sieht man deutlich das sie die Sonne zu ihrer Rechten hatte und somit die Linke Hälfte im Schatten liegt . Hier sehen wir auf der Venus Tag und Nacht zugleich ;-)
Doch selbst mit dem Standardkit einer DSLR kann man Details auf der Sonne erkennen . Vor die Nikon hatte ich die Baader Sonnenfolie ND 5.0 gespannt und bei 200 mm Brennweite kann man schon Sonnenflecken erkennen .   Und es geht nch mehr .
Auch wenn diese Aufnahme mit der Nikon am 01.April gelungen ist , so ist es kein Aprilscherz . 1,6 Sekunden Belichtungszeit und etwas nachbearbeitet kann man mit 200 mm Brennweite Jupiter und drei der vier galileischen Monde sehen .  Rechts , haarscharf an Jupiter anliegend wäre noch der vierte Mond Europa . Man könnte diese Ausfranzung als Europa deuten :-)
Am 13.08.2015 war die große Nacht der Sternschnuppen ( Perseiden ) . 18mm Brennweite , 15 Sekunden Belichtung bei offener Blende und was sieht man , viele Punkte , also Sterne . Wirklich ? Schau mal genauer hin !!
Unweit des Himmels W , des Sternbildes Cassiopeia ist etwas besonders , ein Punkt mit einem milchigen Kreis drumherum . Andromeda , eine Galaxis wie unsere Milchstrasse . Sitzt da möglicherweise jemand , schaut zu uns herüber und denkt sich auch : Wow , eine Galaxis , ob es da Leben gibt ? Wir werden es wahrscheinlich nie herausfinden .....  Aber der Gedanke das dieser kleine Fleck , Milliarden von Sonnen , Planeten beherbergt , womöglich ist da Leben , diesen Gedanken finde ich : Faszinierend .
Link zur Andromedagalaxie ( Wiki ) POLARIS Stargate to Universe
Ein Klick auf das Bild lässt es aufploppen . Dieses Bild entstand nur mit der Nikon D3200 und 200 mm Brennweite . Hatte sie allerdings auf dem ETX als Piggipack oben drauf . Sonst wäre diese Belichtungszeit nicht möglich gewesen . Schön ist die Rundung von M31 zu erkennen . Das Licht von M31 braucht etwa 2,5 Mio Jahre bis zu uns . Wir blicken somit tief in die Geschichte des Universums . Es wird geschätzt das M31 allein weit über 1 Billion Sonnen enthält .